Konzept: Grenzwerte für Ansprüche und Urlaub
Sie können Grenzwerte für Ansprüche und Urlaub mit zwei Methoden definieren. Sie können Grenzwerte für Folgendes definieren:
- Urlaubs-/Abwesenheitsplan, sodass die zugehörigen Ansprüche und Urlaube über dieselben Grenzwerte verfügen.
- Individuelle Ansprüche und Urlaube, die alle für den Plan festgelegten Grenzwerte überschreiben.
Zusätzlich zu den Grenzwerten können sich weitere Faktoren auf den Anspruch eines Mitarbeiters auswirken und beeinflussen, ob Urlaub bezahlt oder unbezahlt ist:
- Das Timing des Anspruchs, wie im Urlaubs-/Abwesenheitsplan oder Anspruch definiert. Siehe: Timing der Anspruchsverarbeitung und Grenzwerte.
- Die Berechnungsreihenfolge für Ansprüche, die am selben Tag erfolgen, wie durch die Anspruchspriorität definiert. Siehe: Anspruchsprioritäten.
- Die Verarbeitungsreihenfolge für Urlaube/Abwesenheiten, wie durch die Urlaubspriorität definiert. Siehe: Verarbeitungsreihenfolge für Urlaub.
Timing der Anspruchsverarbeitung und Grenzwerte
Das Feld Methode für Anspruchsintervall
in der Definition des Urlaubs-/Abwesenheitsplans oder der Ansprüche steuert das Timing des Anspruchsverarbeitung. Für die Verarbeitung von Ansprüchen gilt Folgendes:- Wenn die Verarbeitung zu Beginn der Periode erfolgt, addiert Workday den Anspruch zum Saldo des Urlaubs-/Abwesenheitsplans. Bei dieser Addition werden die Anspruchsgrenzwerte angewendet, bevor der Urlaub subtrahiert wird. Die Urlaubsuntergrenze wird nach der Subtraktion des Urlaubs geprüft.
- Wenn die Verarbeitung am Ende der Periode erfolgt, subtrahiert Workday den Urlaub vom Saldo des Urlaubs-/Abwesenheitsplans. Workday prüft die Urlaubsuntergrenze, addiert die Ansprüche und prüft dann den Anspruchsgrenzwert.
- Wenn die Verarbeitung in der Mitte der Periode erfolgt (ein benutzerdefinierter Anspruch, den Sie erstellen), führt Workday Folgendes durch:
- Vor dem Anspruchsdatum genommener Urlaub wird subtrahiert.
- Der untere Urlaubsgrenzwert wird überprüft.
- Der Anspruch wird hinzugefügt.
- Der Anspruchsgrenzwert wird überprüft.
- Nach dem Anspruchsdatum genommener Urlaub wird subtrahiert.
- Der untere Urlaubsgrenzwert wird überprüft.
Die Verarbeitung von Ansprüchen vor dem Urlaub führt in der Regel dazu, dass Mitarbeiter die Anspruchsgrenzen früher erreichen, aber auch, dass Urlaubsberechnungen später die unteren Grenzwerte erreichen.
Wenn ein Urlaub und ein Anspruch auf denselben Tag fallen, wird der Anspruch zum Saldo addiert, bevor der Urlaub abgezogen wird. Workday verarbeitet Resturlaub, der am selben Tag erfolgt, zuerst.
- Beispiel: Timing der Anspruchsverarbeitung und Anspruchsobergrenze
- In diesem Szenario hat der Urlaubs-/Abwesenheitsplan eine Obergrenze von 120 Stunden. Die Mitarbeiter sammeln jeden Monat einen Urlaubsanspruch von 12 Stunden. Tony hat einen Ausgangsurlaubssaldo von 110 Stunden und beantragt 8 Stunden Urlaub.
- Wenn dieMethode für AnspruchsintervallaufPeriodenbeginngesetzt ist, führt Workday Folgendes durch:
- Der Anspruch der aktuellen Periode von 12 Stunden wird zum Ausgangssaldo von 110 addiert, was insgesamt 122 Stunden ergibt.
- Die Grenzwertregel wird angewendet und es wird festgestellt, dass der Saldo den Grenzwert um 2 Stunden überschreitet.
- Der Anspruch wird um 2 reduziert.
- Tonys Gesamtsaldo wird um 8 Stunden Urlaub reduziert, sodass sich ein Endsaldo von 112 ergibt.
- Wenn dieMethode für AnspruchsintervallaufPeriodenendegesetzt ist, führt Workday Folgendes durch:
- Die 8 Stunden Urlaub werden vom Ausgangssaldo von 110 subtrahiert, was insgesamt 102 Stunden ergibt.
- Der Anspruch der aktuellen Periode von 12 Stunden wird addiert, was insgesamt 114 Stunden ergibt.
- Die Grenzwertregel wird angewendet und es wird festgestellt, dass der Saldo den Grenzwert nicht überschreitet, sodass der Endsaldo 114 lautet.
- Beispiel: Timing der Anspruchsverarbeitung und Urlaubsuntergrenze
- In diesem Szenario beträgt der untere Grenzwert für einen Urlaubs-/Abwesenheitsplan -8 Stunden. Die Mitarbeiter sammeln jeden Monat einen Urlaubsanspruch von 12 Stunden. Julia hat einen Ausgangsurlaubssaldo von -4 Stunden und beantragt 8 Stunden Urlaub. Workday verarbeitet den Urlaub wie folgt:
- Methode für Anspruchsintervall=Periodenbeginn
- Der Anspruch der aktuellen Periode von 12 Stunden wird zum Ausgangssaldo von -4 addiert, was insgesamt 8 Stunden ergibt.
- Ihr Saldo verringert sich um die 8 Stunden Urlaub, sodass er 0 ergibt.
- Die Grenzwertregel wird angewendet und es wird festgestellt, dass der Saldo den unteren Grenzwert nicht unterschreitet. Folglich wird ihr gesamter Antrag als bezahlter Urlaub verarbeitet.
- Methode für Anspruchsintervall=Periodenende
- Die 8 Stunden Urlaub werden vom Ausgangssaldo von -4 subtrahiert, was insgesamt -12 Stunden ergibt.
- Die Grenzwertregel wird angewendet und es wird festgestellt, dass der Saldo den unteren Grenzwert um 4 Stunden unterschreitet. Folglich werden nur 4 Stunden als bezahlter Urlaub verarbeitet.
Setzen Sie die ValidierungsregelMaximal zulässiger unbezahlter Urlaubauf 0, um Anträge auf unbezahlten Urlaub zu verhindern.
Anspruchsprioritäten
Die Reihenfolge, in der die Ansprüche verarbeitet werden, kann sich in Kombination mit einem oberen Grenzwert für Ansprüche auf den angesammelten Urlaub eines Mitarbeiters auswirken.
- Beispiel: Anspruchsprioritäten und Anspruchsobergrenze
- In diesem Szenario gelten zwei Ansprüche, die beide zu Beginn der Periode verarbeitet werden, für einen Plan für bezahlten Urlaub:
- Monatlich entsteht ein Urlaubsanspruch für „Vacation“ von 10 Stunden. Priorität = 1.
- Monatlich entsteht ein Anspruch auf Abwesenheit im Krankheitsfall für „Sick Time“ von 6 Stunden. Priorität = 2.
- Oberer Grenzwert, von Plan übernommen = 120.
Joans aktueller Saldo für bezahlten Urlaub beträgt 106 Stunden. Da Ansprüche für „Vacation“ zuerst verarbeitet werden, erreicht sie den oberen Anspruchsgrenzwert, bevor die krankheitsbedingten Ansprüche für „Sick Time“ verarbeitet werden. Infolgedessen verfallen für Joan 2 Stunden ihres Anspruchs für „Sick Time“.PrioritätAktueller Saldo: Bezahlter UrlaubAnspruchsbetragSaldo + AnspruchOberer GrenzwertVerfallene Stunden1 (Vacation)1061011612002 (Sick Time)11661221202
Verarbeitungsreihenfolge für Urlaub
Die Reihenfolge, in der Urlaube verarbeitet werden, kann sich in Kombination mit einem unteren Urlaubsgrenzwert auf die Anzahl der Tage oder Stunden auswirken, die als bezahlter oder unbezahlter Urlaub behandelt werden.
- Beispiel: Verarbeitungsreihenfolge des Urlaubs und Urlaubsuntergrenze
- In diesem Szenario gehören Urlaub und Abwesenheit im Krankheitsfall zum Plan „Bezahlter Urlaub“. „Vacation“ hat Priorität 1 und einen unteren Grenzwert von -8. „Sick Time“ hat Priorität 2 und einen unteren Grenzwert von 0.Joan hat im Plan für bezahlten Urlaub einen Saldo von 8 Stunden. Sie nimmt 16 Stunden Urlaub und ist zusätzlich für 8 Stunden krankheitsbedingt abwesend. Die Urlaubsstunden für „Vacation“ werden zuerst verarbeitet, wodurch der verfügbare Saldo von Joan auf -8 reduziert wird. Da sie den unteren Grenzwert nicht überschreitet, werden ihre Tage für „Vacation“ als bezahlter Urlaub behandelt. Es bleiben jedoch keine Stunden im Plansaldo für „Sick Time“ von Joan übrig, sodass die 8 Stunden für „Sick Time“ unbezahlt sind.PrioritätAktueller PlansaldoGenommener UrlaubSaldo – UrlaubUnterer GrenzwertBezahlte Stunden1 (Vacation)816-8-8162 (Sick Time)-88-1600